| Fragen zur Behandlung der bösartigen Brusterkrankung |
Brustkrebs bleibt trotz eindrücklicher medizinischer Fortschritte eine lebensbedrohliche Erkrankung. Nach den aktuellen internationalen Richtlinien ist auch heute noch eine vollständige Entfernung des Tumors dringend notwendig, um optimale Voraussetzungen für die angestrebte Heilung erzielen zu können. Dies gelingt mit den modernen Methoden oftmals ohne grössere ästhetische Einbussen. Trotzdem ist eine Entfernung der gesamten Brust auch heute gelegentlich unumgänglich. In diesen Fällen stehen uns plastische Operationstechniken zum Wiederaufbau der Brust zur Verfügung.
Auch die Beurteilung der Lymphknoten in der Achselhöhle ist heute noch für die individuelle Therapieplanung wichtig. Dabei erlaubt die Wächterlymphknotentechnik (Sentinellymphknoten-Technik) ein schonendes Vorgehen. Bei dieser Technik wird eine Substanz um den Tumor gespritzt, um die Wächterlymphknoten zu markieren. So können sie während der Operation gut gefunden und entfernt werden. Eine belastende und grössere Operation kann häufig vermieden werden. Dadurch verkürzt sich die Aufenthaltsdauer im Spital erheblich. |
| Wenn alle Befunde vorliegen, trifft sich ein interdisziplinäres Ärztinnen/Ärzte-Team, welches eine individuelle Behandlung unter Berücksichtigung aller vorliegenden Befunde vorschlägt. Wir richten uns dabei nach neusten internationalen „Guidelines“. Abhängig vom Stadium der Erkrankung kann es sich dabei um eine Nachbestrahlung, eine Hormontherapie, eine Chemotherapie oder eine Antikörpertherapie, respektive die Kombination verschiedener dieser Therapien handeln. |
| Die Brustbestrahlungstherapie wird empfohlen, um das lokale Rückfallrisiko zu reduzieren. Dies ist vor allem nach brusterhaltender Therapie notwendig. Diese Therapie erfolgt über tägliche kurze Sitzungen über einige Wochen. Falls die ganze Brust entfernt wurde, ist in der Regel nur bei grösseren Tumoren und Lymphknoten-Befall die Nachbestrahlung notwendig. |
Abhängig vom Tumorstadium und -typ ist das Risiko einer Metastasenbildung deutlich erhöht, denn es können sich bereits Tumorzellen im Körper verteilt haben. In diesen Fällen wird eine medikamentöse Therapie nötig, die die Tumorzellen im ganzen Körper bekämpft. Diese so genannte Chemotherapie wird über mehrere Zyklen verabreicht. Dank guter Überwachung können mögliche Nebenwirkungen früh erkannt und mit zusätzlichen Medikamenten optimal behandelt werden. Insbesondere gefährliche Nebenwirkungen treten heute viel seltener auf. Trotzdem kann die Chemotherapie als sehr belastend empfunden werden. Hochspezialisierte pflegerische, ärztliche und psychologische Fachkräfte stehen in diesen Fällen an allen brustknotenpunkt.ch-Kliniken zur Verfügung.
Als deutlich nebenwirkungsärmere Behandlungen können heute auch modernste Antikörpertherapien eingesetzt werden. Leider sind nicht alle Tumore empfindlich auf die heute vorhandenen Therapien. |
| Ein grosser Teil der Brusttumore ist empfindlich auf weibliche Hormone. Diese Tumore können deshalb mit Antihormonen oder Hormonrezeptorenblockern sehr gut therapiert werden. Zudem können diese Therapien auch das entstehen eines neuen Brusttumors bremsen. Antikörper-positive Tumore können mit speziellen Medikamenten behandelt werden. Auch hier wird für jede Patientin interdisziplinär diskutiert, ob die alleinige Therapie mit diesen Medikamenten ausreichend ist, oder ob sie ergänzend zu einer Chemotherapie eingesetzt werden können. Unser Ziel ist es, die Therapie zu wählen, welche mit möglichst wenig Nebenwirkungen und Einschränkung der Lebensqualität die grösste Chance auf eine Heilung bringt. |
Die Therapie der Brusttumore wird durch die heute immer genaueren Analysen, insbesondere auch der genetischen Grundmuster, immer spezifischer. Neben der Weiterentwicklung der bereits oben genannten tumorspezifische Antikörper wird intensiv an Medikamentenkombinationen geforscht, welche je nach Tumoranalyse noch bessere Heilungschancen erzielen.
Neben diesen tumorspezifischen Therapien wurde jedoch auch erkannt, wie wichtig die Behandlung durch gut ausgebildete Spezialisten für den Krankheitsverlauf ist. Neben der grossen Erfahrung und intensiver Weiterbildung dieser Fachkräfte wird die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den Spezialisten im Spital aber auch mit den zuweisenden und nachbehandelnden Ärzten immer wichtiger.
Deshalb haben wir uns zu einem Team zusammengeschlossen und freuen uns, Sie bei uns behandeln zu dürfen. | |